Als einer der größten Gasversorger Rumäniens liefert die E.ON Gaz Distributie S.A. Erdgas in ein Gebiet von rund 122.600 km² im Norden des Landes. Genutzt wird ein eigenes Netz von rund 19.000 km Länge, dessen Leitungen teilweise oberirdisch verlaufen. Die Gaszähler sind außerhalb der Gebäude positioniert. Leitungen und Anschlüsse sind praktisch nicht digital erfasst, die Pläne nicht digitalisiert. Sie basieren auf teils handgezeichneten Katastersituationen. Ein Geoinformationssystem existiert bislang nicht.
Die PLEdoc entwickelte einen Masterplan für die sukzessive Einführung eines modernen GIS.
Aufbauend auf einer Analyse der vorliegenden Daten wurden die logischen und topologischen Modelle konzipiert. In einem zweiten Step wurden Prozesse und Methoden untersucht und die IT-Anforderungen definiert. Schließlich erfolgte die Kosten- und Projektplanung. Das Ergebnis: ein individueller Stufenplan zur Einführung. Ein besonderes Augenmerk richtete die Projektgruppe auf die Erfassung. Die Aufnahme der außen liegenden Gaszähler und Hausanschlüsse beispielsweise soll mobil über fahrzeuggebundene Sensoren und Orthofotos erfolgen. Erste Testmessungen konnten im Rahmen des Beratungsprojektes bereits erfolgreich abgeschlossen werden. Das Ergebnis: Die Zeitersparnis gegenüber konventionellen Verfahren ist erheblich und dies bei gleicher Genauigkeit. Bei einer Messung von etwa 2.000 Leitungskilometern pro Jahr lässt sich auf diese Weise die flächendeckende Aufnahme innerhalb von zehn Jahren realisieren, so die Planung.
Insgesamt sieht der Masterplan eine schematische Erfassung des Netzes mithilfe von Orthofotos sowie die Aufbereitung und Verlinkung der vorhandenen Datengrundlage in den ersten drei Jahren vor. Die Verbesserung der Lage und die weiterführende Verlinkung mit den digitalen Plänen erfolgen sukzessiv, parallel zur vollständigen Aufnahme des Leitungsnetzes. Sie soll in rund zehn Jahren abgeschlossen sein.
Im Überblick:
Projektplanung
- Erstes Jahr: Erstellung eines Masterplans zur Durchführung
- Drei Jahre: Schematische Erfassung des Leitungsnetzes und der Hausanschlüsse auf Basis von Orthofotos sowie Verlinkung der relevanten Dokumente an den Einbauteilen
- Zehn Jahre: Abschluss der GIS-Einführung


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